A Girlfriend for Elsa?

A Girlfriend for Elsa?

Wohl kaum ein Disney-Fan, ob man nun zu den alten Hasen oder der ganz jungen Generation angehört, dürfte an Disney’s Erfolgshit Frozen – Die Eiskönigin vorbeigekommen sein. Die Geschichte basiert lose auf dem Märchen der Schneekönigin von Hans Christian Anderson und erzählt die Geschichte zweier ungleicher Schwestern, die ein so starkes Band verbindet, dass es sogar einen tödlichen Fluch abwehren kann.

Obwohl Oscarpreisträger Frozen größtenteils durch seine Optik und Musik überzeugt, ist der Film schon früher Mittelpunkt vieler Diskussionen gewesen, sowohl negativer wie positiver.

Viele Fans befürworten Disney’s neuen Trend aus den alten Klischees auszubrechen, so wird in dem Film die Liebe auf den ersten Blick mit anschließender Heirat kritisch hinterfragt und reine Liebe wird nicht ausschließlich zwischen Mann und Frau thematisiert, sondern in dem Band geschwisterlicher Verbundenheit dargestellt. Im Grunde viele gute Ansätze, doch es wurden auch andere Stimmen laut, so wurde die Botschaft des Films in vielerlei Hinsichten missinterpretiert. Es wurde behauptet Annas und Elsas Beziehung würde die jungen Zuschauer ‘homosexuell’ machen, da auf reine Frauenpower ohne den Retter in der Not gesetzt wurde, allgemein kämen Männer in dem Film schlecht weg und – was nicht unbedingt als negativ zu erachten ist – viele Zuschauer interpretierten den berühmten Song ‘Let it Go’ als indirektes Coming Out für Elsa.

An dem Punkt fängt es an, interessant zu werden, denn Elsa geht am Ende des Films leer aus. Anders als ihre Schwester Anna, findet sie keinen Partner und Gerüchte verbreiten sich, worum es in Disney’s angekündigter Fortsetzung gehen wird. Besonders stark wird die Frage nach dem möglichen Love Interest für Elsa diskutiert, denn viele Zuschauer finden, es wäre Zeit, dass Disney im ‘einundzwanzigsten Jahrhundert’ ankommt. Kurz gesagt, sie fordern einen weiblichen Love Interest für Elsa, was sie zur ersten homosexuellen Protagonistin in der Geschichte Disneys machen würde. Eine afroamerikanische Prinzessin gibt es schließlich auch, wäre es da nicht Zeit, für einen weiteren Schritt?

Andere Filmstudios wie Dreamworks sind bereits mit gutem Beispiel voran gegangen und haben bestätigt, dass der Charakter Grobian aus Drachenzähmen leicht gemacht, homosexuell ist – sehr subtil in den Film eingebaut, dass es sogar so mancher Erwachsener nicht merkt, geschweige denn ein Kind. Denn um die Kinder geht es in diesem Fall.

Das große Tabu-Thema

Obwohl es in der heutigen Zeit tatsächlich kein Problem sein sollte, ist vielen die Darstellung von Homosexualität in den Medien ein Dorn im Auge, geschweige denn, dass es in einen Kinderfilm gehört. Mit der aufgekommenen Debatte um Elsa wird dies besonders deutlich. Schaut man sich die Kommentare unter den Artikeln an, fällt sofort ins Auge, wie viele sich negativ gegen eine homosexuellen Disney Prinzessin aussprechen. So ein Thema habe in einem Kinderfilm nichts zu suchen, Kinder würden das nicht verstehen. Es würde sie überfordern und verwirren.
Aber verwirrt es Kinder wirklich? Zuerst mal kann man sagen, es wird ihnen auffallen. Natürlich, denn Kinder bekommen sehr viel mehr mit, als man glaubt und sie verstehen auch mehr, als man ihnen zutraut und sind meist auch weitaus offener. Natürlich muss man damit rechnen, dass die Frage aufkommen wird, was es zu bedeuten hat, wenn sich zwei Mädchen ineinander verlieben. Was hier das Problem ist, ist jedoch nicht die vorgeschobene Verwirrung der Kinder, sondern viel mehr dass die Eltern in die Verlegenheit kommen, ein Konzept erklären zu müssen, das ihnen missfällt. Dabei könnte es so einfach sein: Manchmal verlieben sich Jungs und Mädchen ineinander, manchmal aber auch Mädchen in Mädchen oder Jungs in Jungs. Wird dies den Kindern vorgelebt, sollten sie es ohne Probleme aufnehmen, denn was ihnen vom Elternhaus aus vorgelebt wird, imitieren sie und nehmen es als gegeben hin. Recht einfach, sollte man meinen, doch natürlich ist die Theorie nicht so einfach, wie die Praxis.

Bei der Frage danach, was Kinder verkraften können und was nicht, kam ebenfalls das Argument auf, wieso man Homosexualität überhaupt in einem Kinderfilm thematisieren soll. Auffallend war hierbei, dass viele ‘besorgte/ empörte’ Eltern und User gleichgeschlechtliche Liebe mit Sex gleichgesetzt haben. Ein bisschen Menschenverstand dürfte jedoch ausreichen um zu wissen, dass Disney niemals eine Erotikszene (!) in einen Kinderfilm einbauen würde, denn das wäre tatsächlich unangebracht. Dennoch sollte man eigentlich wissen, dass Liebe nicht gleich Sex ist, was einige der User jedoch nicht zu verstehen scheinen. Auch erscheint es absurd, homosexuelle Beziehungen sofort auf Sex zu reduzieren und sie als pervers hinzustellen, doch das wurde im Bezug auf den Film getan.

Ebenso kam der Einwand auf, dass die Frage nach sexueller Orientierung den Kindern aufgebürdet wird und sie dazu drängen würde, Elsas Verhalten nachzuahmen. Natürlich kann es passieren, dass Kinder nachspielen, was sie sehen, doch im Alter der Zielgruppe wird nicht über sexuelle Orientierung oder dessen Ausmaße nachgedacht. Es wird ‘nachgemacht’, gespielt und nicht gedacht Wow, Anna und Christoph heiraten und haben Sex! Genauso wenig würden sie dies von Elsa und ihrer möglichen Partnerin denken. Natürlich kann eine solche Darstellung auch beeinflussen, aber auf welche Weise ist nicht vorauszusehen. Aber es könnte auch dazu kommen, dass ein Kind, das in jungen Jahren den Film gesehen hat und nun bemerkt dass er/sie sich für Jungs/Mädchen interessiert, denkt Oh, vielleicht geht es mir ja wie Elsa? Und seien wir ehrlich, wenn man es genau sieht und nach der Logik dieses Arguments geht, wird den Kindern dann nicht durch die Disneyfilme Heterosexualität ‘aufgedrängt’? In jedem Film, in jeder Sekunde? Und es wird nicht hinter fragt, denn das ist der unumstößliche Standard. (Auf das Argument, das Anhänger diverser Religionen ansprechen, nämlich, dass die Kinder aufgrund dessen ‘wählen’ würden, homosexuell zu werden, gehe ich aus offensichtlichen Gründen nicht ein. Von Wahl kann hier keine Rede sein.)

Gleichwohl sollte man bedenken, welchen Einfluss ein Unternehmen wie Disney hat. Beinahe jedem sind Disneyfilme ein Begriff, fast jeder hat sie gesehen und ob man es zugibt oder nicht, sie beeinflussen uns – Wie uns alle medialen Formate beeinflussen. Kinder sind davon nicht ausgeschlossen. Ihre Welt dreht sich um Filme, Bücher, Märchen, Geschichten. Und was wird den Kindern im Bezug auf Liebesbeziehungen gezeigt? Bei Disney war es bisher Schema F: hübsche Prinzessin lässt sich vom hübschen Prinz retten, sie heiraten und bekommen Kinder. Das ist es, was ihnen als ‘normal’ vorgelebt wird. Was würde also passieren, wenn auf ähnliche Weise Mann/Mann und Frau/Frau miteinander interagieren? Homosexuelle Liebe hat in Kinderfilmen nichts zu suchen, heißt es. Aber was ist mit heterosexueller Liebe? Wenn das Argument losgetreten wird, Kinder sollten damit noch nicht konfrontiert werden, wieso ist es dann in Ordnung, sie schon von klein auf mit Standard- Beziehungen zu konfrontieren und sie in Schubladen zu stecken? Jungs tragen blau, Mädchen tragen rosa. Niemand schreit auf, weil in jedem zweiten Film eine Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau gezeigt wird, doch weicht man von dem Standard ab, erheben sich die Stimmen. Dabei ist Liebe Liebe, das ist die Botschaft die vermittelt werden sollte. Und auch wenn es einige nicht gerne hören, es gibt in unserer Gesellschaft Familien, in denen es zwei Mütter oder zwei Väter gibt. Würde ein Kind aus einer solchen Familie einem Disney-Film sehen, in dem es seinen Alltag widergespiegelt sieht, welche Wirkung würde der Film für diese Kinder haben? Eine positive. Denn ein weiteres wichtiges Thema wird hier angeschnitten – Repräsentation.

Gerade in jüngster Vergangenheit, man siehe die Oscars 2016, wurde das Thema Repräsentation in den Medien thematisiert. Zwar bezog sich die geäußerte Kritik hier auf die Repräsentation von Minderheiten verschiedener Nationalitäten, doch das Prinzip bleibt dasselbe. Wieso gibt es derartige Forderungen also? Aus dem selben Grund.

Viele der jungen Disney-Fans sind älter geworden und gehören einer anderen Generation an – und diese möchte Offenheit und Toleranz für Homosexualität repräsentiert sehen, möchte, dass der bisherige Standard, der in sämtlichen Medien gezeigt wird, durchbrochen wird. Würde ein Unternehmen wie Disney einen solchen Schritt wagen, wäre dies ein eindeutiges Zeichen. Dennoch wird es wohl nicht dazu kommen. Denn Disney ist und bleibt Disney und tut, was die Eltern wollen. Viele Eltern sind gegen die Darstellung einer homosexuellen Prinzessin und auch wenn die Zielgruppe von Disney größtenteils Kinder sind, sind die Eltern die zahlenden Kunden. Und die rennen weg, wenn ihnen ein Konzept nicht gefällt. Wird Elsa also eine Freundin bekommen? Nein. Höchstwahrscheinlich nicht, denn es ist ‘nicht für Kinder geeignet’.

Natürlich ist es etwas zwiespältig zu behaupten, nur weil eine Figur keinen Partner hat, sei sie homosexuell und womöglich ist Elsa nicht unbedingt geeignet, diese Rolle zu tragen, denn wenn sich Disney schon mit diesem Thema auseinandersetzt, sollten sie eventuell eine neue Figur entwickeln, die von Anfang an ohne Vorgeschichte für dieses Thema ausgelegt ist.

Aber nicht nur durch Elsa wird der Wunsch nach einer homosexuellen Protagonisten laut, auch bei der Figur Riley aus Diseny’s Inside Out gibt es in den Augen vieler Zuschauer Anzeichen. Genannt werden hier ihr maskuliner Name, dass sie sich für eine eher rüde Sportart begeistert sowie die Tatsache, dass sie als einzige Figur im ganzen Film sowohl männliche wie weibliche Emotionen besitzt. Auch ihre Outfits erinnern stark daran, so trägt sie oft Kleider in Regenbogenfarben – ein Symbol für Homosexualität. Dennoch sollte man nicht vergessen, dass es in Rileys Welt einen Festen- Freund – Generator gibt und sie am Ende des Films einen Jungen datet.

Abschließend kann ich sagen. Ja, Disney. Tut es. Ob nun mit Elsa oder nicht, wagt den Schritt und macht einen Film mit einer homosexuellen Protagonistin oder einem Protagonisten. Zu überlegen wäre, den Film FSK 12 zu setzen, damit die liebe Seele Ruhe hat und sich die Eltern keine Sorgen machen müssen, der Film würde ihre zu jungen Kinder beeinflussen oder sie müssten es ihnen erklären. Allein auf die Umsetzung würde es ankommen und die sollte einfühlsam sein. Anders, als viele vielleicht befürchten, wäre die Botschaft eines solchen Films nämlich nicht, homosexuell zu werden, sondern, dass es okay ist, wenn man es ist. Ganz simpel.

Ich würde es befürworten und den Film unterstützen. Auch wenn ich Frozen insgesamt für überschätzt halte, wäre es eine positive Botschaft für die jungen Zuschauer. Dennoch muss man realistisch bleiben, daher gehe ich davon aus, dass Disney diesen Schritt nicht wagen wird. Sie würden zu viele Verluste machen und geht man nach den Kommentaren der Eltern, würden sie ihren Kindern weder erlauben diesen oder jeden nachfolgenden Disneyfilm zu schauen. Denn es ist unmöglich, dass sich Kinder zwei Mädchen ansehen, die einander aufrichtig lieben – während ihre Eltern ihnen gleichzeitig sorglos Ego-Shooter Games FSK 18 kaufen und sich dann wundern, wenn etwas falsch läuft. Doch das ist eine andere Geschichte.

Feedback- Regeln – Wie schreibe ich am besten einen Kommentar?

Feedback- Regeln

Wie schreibe ich am besten einen Kommentar?

 Nachdem ich vor einiger Zeit ein paar Blogeinträge zum Thema Fanfiktion- Reviews verfasst habe und darauf einige Reaktionen kamen, habe ich mich entschlossen, einen weiteren Eintrag zu verfassen.
Angeregt durch eine Anmerkung zu besagten Blogs, in dem es darum ging, dass viele Leser Probleme damit haben, Kommentare zu verfassen und schlicht nicht wissen, wie sie am besten vorgehen sollen, werde ich versuchen, eine kleine Anleitung zu schreiben, wie man am besten Kommentare schreibt.
Selbstverständlich gibt es viele Wege und man sollte das, was ich schreibe nicht auf die Goldwaage legen, aber vielleicht hilft es dem ein oder anderen.

Am besten, wir beginnen ganz am Anfang.
Zuerst einmal kommt es darauf an, in welchem Rahmen wird das Feedback gegeben. In der Schule lernt man meistens die Grundaspekte von Feedback, um diese später bei Referaten und Vorträge zu geben … weil wir ja alle aus bester Erfahrung wissen, wie hoch die Bereitschaft an Diskussionen und Feedback-runden in der Schule war/ist ;)
Aber es stellt sich die Frage, was genau bedeutet Feedback? Und was gehört dazu?

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Erst einmal ist Feedback eine Rückmeldung auf irgendetwas. Einen Vortrag, ein Essay, ein Gemälde … eine Geschichte ;) Es beschreibt die simple Reaktion auf einen Gegenstand, einen Ort etc.
Ein anderes Wort für Feedback lautet Kritik. Tatsächlich ist es aber so, dass dem Wort Kritik ein bitterer Beigeschmack anhaftet. Denn viele verbinden mit Kritik etwas Negatives. Aber Kritik bedeutet nicht automatisch negativ. Kritik ist erst einmal neutral und beschreibt sowohl Negatives wie Positives. Deswegen wird auch oft von ‘konstruktiver Kritik’ gesprochen. Natürlich gibt es noch einige andere Beschreibungen für Feedback, besonders, wenn wir uns auf den Fanfiktion- Bereich beziehen. Reviews und Kommentare sind da die geläufigere Beschreibung.
Unabhängig davon, welches Wort man nun benutzten möchte, haben sie alle den gleichen Ursprung und beziehen sich auf denselben Umstand: etwas zu kommentieren.
Und sie alle folgen denselben Grundregeln. Diese sollte man beachten, denn sie geben ein gutes Basiswissen. In einer Diskussionsrunde zu einem Thema wird man oft diesen Regeln oder ähnlichen folgen:

Feedbackregeln

Auf Fanfiktions lassen sich diese Punkte auch übertragen. Die wichtigens drei Punkte lauten erst einmal wie folgt:

Punkt Eins: Man redet immer nur von sich selbst. Man spricht also aus der Ich- Perspektive. Ich fand das so und so … und nicht Du hast das und das gemacht. Das ist sehr wertend und sollte vermieden werden. Feedback/Kritik ist subjektiv, jeder nimmt Dinge anders wahr. Durch die Ich- Perspektive wird das unterstützt.

Punkt zwei: Wie formuliere ich Feedback?
Gut ist es natürlich, wenn man Positives sagen kann. Findet man etwas Negatives, sollte man das aber ebenfalls zur Sprache bringen, am besten in der Reihenfolge. Erst das Positive, dann das Negative. Und dabei sollte man nicht unbedingt eiskalt vorgehen und ungeniert dem Gegenüber an den Kopf klatschen, was man Scheiße fand. Der Ton macht die Musik.

Punkt drei: Was genau gehört denn jetzt in ein Feedback?
Da wir uns hier im Fanfiktion- Bereich befinden, unterscheidet sich das normale Feedback von den sogenanntes ‘Reviews’ ein bisschen. Die Grundaspekte kann man hier natürlich einhalten, aber tatsächlich muss man gar nicht derartig strikt vorgehen. Aus der Sicht eines Autors kann ich jedoch sagen, es gibt einige Punkte, die man besonders gerne hört und über die man sich freut, wenn sie angesprochen werden. Und es ist tatsächlich gar nicht so schwer. Hier ein paar Beispiele:

  • Mir hat gefallen, dass das und das passiert ist
  • Mir hat gefallen, dass Figur A und B das und das gemacht haben
  • Endlich ist das und das passiert!
  • Das war so romantisch, dramatisch, traurig, lustig
  • Die Szene fand ich besonders gelungen
  • Die Szene war nicht so gut
  • Mir hat es nicht gefallen, dass alles so eine Wendung genommen hat
  • Mir hat es nicht gefallen, wie das und das beschrieben war
  • Mir sind da ein paar Logikfehler aufgefallen
  • Ich konnte dem Schreibstil manchmal nicht folgen, weil …
  • Mir gefällt der Plot leider nicht mehr, ich glaube, ich steige lieber aus …
  • Ich hab Probleme, mit der Figurendarstellung, denn…

Das sind nur ein paar Anregung, natürlich gibt es noch sehr viel mehr Möglichkeiten, aber das kann man als kleines Lexikon ansehen.

Gerade jüngeren Lesern scheint es schwer zu fallen, seine Gedanken und Gefühle nach dem Lesen eines Kapitels zu ordnen und in Worte zu fassen. Aber oft gibt es zumindest eine Sache, die einem im Gedächtnis bleibt. Irgendeine Szene, die einen Eindruck hinterlassen hat. Welcher Art ist natürlich abhängig von der Person und der Geschichte, aber das macht nichts. Wenn man sich nur auf diesen einen Punkt beziehen möchte, reicht das auch aus. Sieht man ein Bild an und denkt sich: schön. Ist das wirklich alles? Was genau ist denn schön? Wie die Farben angeordnet sind? Die Strichführung? Hinter einem simplen Eindruck steht immer mehr, man muss nur kurz nachdenken WAS denn gut und schön war. Oder was ‘blöd’ war.

Ebenso gibt es Leser, die nach dem Lesen das Kapitel noch einmal durchschauen und direkt und ausführlich aufschreiben, was ihnen an welchen Passagen gut oder weniger gut gefallen hat. An der Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Reviews durchaus auch Zeit in Anspruch nehmen können, aber nicht müssen. Nicht jeder nimmt sich diese Zeit und niemand muss sich so viel Aufwand machen, doch ein Danke für diese Art von Leser ist an der Stelle angebracht.

Was jene angeht, die sich nicht solche Mühe machen möchten oder können, die sollten sich einfach merken: Der kleinste Eindruck ist besser als: Geiles Kapitel, schreib bitte schnell weiter.
Grundsätzlich freut man sich über jedes Review, doch wird es etwas persönlicher oder zeigt man dem Autor, dass man wirklich mitgelesen hat, ist das umso motivierender. Daher, ja: man kann sich viel Zeit nehmen für ein Review oder man kann sich wenig Zeit nehmen für ein Review. Das ist ganz unterschiedlich.

Wenn man sich tatsächlich dafür entscheiden sollte, ein sehr ausführliches Feedback zu geben, kann man natürlich die oben genannten Beispiele benutzen. Jene, die solche Reviews schreiben, machen das nur seeehr ausführlich. Gehen teilweise sogar auf einzelne Sätze oder Formulierungen ein. Oder sie beleuchten die dargestellten Figuren, ob sie glaubhaft sind und wenn ja, wieso. Oder wenn nein, warum nicht.
Manchmal schweifen sie auch ab und berichten von ihren Erfahrungen oder vom Privatleben, das hängt aber davon ab, welche Beziehung man zu dem Autor aufgehabt hat oder aufbauen möchte. Falls man auf ‘Kontaktsuche’ ist und so Gleichgesinnte kennenlernen möchte, hilft die persönliche Note ungemein.

Was weniger produktiv ist, ganz gleich, welche Form von Review man schreibt, ist mitten in einer Geschichte einzusteigen und dann anzufangen das Verhalten der Figuren oder den Plot zu bemängeln. Denn dann fehlt einem das Vorwissen, was diese Entwicklung womöglich erklärt. Aber dies hat weniger etwas mit Reviews zu tun, als mit dem Leseverhalten ;) Wenn möglich, lest von Anfang an mit und bleibt bis zum Ende. So kann man eine Geschichte am Besten verstehen und auch Ungereimtheiten klären sich auf. Wenn die Geschichte sich plötzlich in den größten Mummpitz verwandelt und euch gar nicht mehr anspricht, dann ist auch okay, die Story von der Favoritenliste zu löschen. Eine Erklärung wäre zusätzlich vielleicht nicht schlecht, aber nun ja. Der Schritt ist eine andere Sache.

Zum Abschluss möchte ich noch einen kleinen Tipp geben: Was manchmal hilft, ist ein Blick auf das Profil bzw. den Steckbrief des Autoren. Oft findet man da nicht nur Informationen über die Geschichten, sondern auch über die Person. Findet man den Stil womöglich nicht so gut, kann einem das Alter des Autoren Aufschlüsse geben. Ein 13 jähriger hat vielleicht noch keinen so umfassenden Wortschatz. Bevor das also bemängelt wird, sollte man darauf Rücksicht nehmen.

Feedback erwünscht!

Das war mein kleiner ‘How to….’ Beitrag bezüglich Reviews- Schreiben. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen. Meine Devise lautet: schreibt einfach. Nicht nachdenken, einfach ein paar Zeilen tippen. Die Freude, die ihr dem Autor damit macht, ist unglaublich ;)

Zu guter Letzt zeige ich euch hier noch ein paar ‘Musterbeispiele’, wie positive Reviews aussehen könnten:

reviewbesipiel2

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Quellen:

http://www.aar-training.de/cartooning/

http://www.betriebswirtblog.de/wp-content/uploads/2011/08/Kritik-300×225.jpg

https://t1.ftcdn.net/jpg/00/60/50/92/500_F_60509265_RaNqCq2LGIXvsUEncuRIuMLGqpfSBvdS.jpg

DVD Review – Star Trek Voyager – The Complete Series

Vor einiger Zeit habe ich mir etwas geleistet … Da ich ein großer Star Trek Fan und im Besitz der Film-Sammelbox, Star Trek: Enterprise und Star Trek: The next Genertion bin, gehört seit einiger Zeit nun auch Star Trek: Voyager zu meiner kleinen privaten Videothek.

Es ist viele Jahre her, seit ich die Serie das letzte Mal gesehen habe, ein gutes Jahrzehnt etwa, und endlich habe ich mich dazu überredet, die Box zu kaufen, da sie mir jedes Mal ins Auge stach, sobald ich in der Stadt unterwegs war.  Schauen wir uns das gute Ding also einmal genauer an.

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Die Box hat, genau wie TNG, ca. 100€ gekostet, das variiert je nachdem, wo man sie kauft. Zudem ist sie im Vergleich zur TNG wesentlich größer. Das optische Design ist in Violettönen gehalten und sieht ansprechend aus, ganz im Stil der Serie. In der Box befinden sich noch mal drei große DVD Hüllen, die je 1-3 Staffeln enthalten – was die neue Größe der Box erklärt. In TNG hatte man noch pro Staffel eine dünne Hülle, in denen die einzelen DVDs reingeschoben werden mussten, was zu Kratzern führte. Dieses Mal haben die dickeren Plastikboxen Klickverschlüsse. Alles etwas klobiger, aber definitv CD-freundlicher.

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Kommen wir zum Inhalt. Legt man die DVD rein, kann man erstmal aus einer großen Anzahl Sprachen wählen, alles wie gehabt. Das Menü ist relativ simpel gehalten. Pro DVD gibt es vier Episoden.(manchmel eine weniger, dafür mit Zusatzmaterial, meist am Ende einer Staffel.) Was ich hier anmerken muss, ist die seltsame Beschriftung der einzelnen Episoden, denen wahllos irgendwelche Ziffern zugeteilt wurden. Man sollte bei der Auswahl der Epsioden nicht nach diesen Ziffern gehen, denn sie sind weder chronologisch, noch zeigen sie die korrekte Abfolge der Episoden. Man kann sich aber merken: man fängt oben links an, geht nach rechts, unten links, unten rechts. Hat man eine Episode ausgewählt, kommt man zu einem zusätzlichen Episodenmenü. Dort kann man die Episode starten, die Sprache auswählen, oder zurück zum Hauptmenü – alles etwas kryptisch und nicht sehr eindeutig im Fachjargon der Sternenflotte gehalten. Man merke sich einfach Kommunikator = Sprachauswahl. Beide Menüs sind untermalt mit dem Titeltheme der Serie. Ein sehr schöner Song und weniger dramatisch, als beispielweise TNG oder Enterprise. Wer einmal reinhören möchte, kann sich hier alle Intros anschauen ;) (Warnung, alles nach dem Voyager Intro is Bull****)

Die Serie wurde digital nicht aufgearbeitet. Dies erfolgt erst auf der Blu-Ray, aber es dauerte mir zu lange, darauf zu warten. Zudem ist die Serie nicht derart veraltet, dass eine Überarbeitung notwendig ist. Anzumerken ist jedoch, dass sich das Format von Ausgangsgerät zu Ausgangsgerät unterscheiden kann. Mein Fernseher gibt das gesamte Bild wieder, wodurch das Bild minimal verzerrt und in die Länge gezogen wird, aber nicht weiter stört. Der Fernseher meiner Schwester hingegen greift auf das alte 4:3 Format zurück, wodurch rechts und links ein fetter schwarzer Balken erscheint. Woran das liegt, haben wir bis jetzt noch nicht rausgefunden.

Zum Inhalt kann ich nicht viel sagen. Entweder man mag Star Trek oder man mag es nicht ;) Der Plot hingegen ist relativ simpel. Die USS Voyager wird auf einer Missionen in einen weit entfernten Quadranten unserer Galaxi geschleudert. Trotz hoch fortschrittlichem Warp-Antireb, bei dem man ca. 4 Milliarden Meilen pro Sekunde schafft, gelingt es ihnen nicht, in unseren Quadranten zurückzukehren und die Kreatur, die sie dort hingebracht hat, verstirbt leider. Jede Hilfe scheint also verloren, es sei denn, ihnen gelingt es, andere Angehörige dieser Spezies zu finden, die ihnen helfen. Die Voyager begibt sich also auf die 75 Jahre lange Rückreise zur Erde , trifft dabei auf unbekannte Welten und Außerirdische – immer auf der Suche nach einem Weg, so schnell wie möglich nachhause zu gelangen.

Im Vergleich zu anderen Star Trek- Serien war Voyager nicht so erfolgreich. Während Star Trek Enterprise mit Captain Kirk ein Klassiker und Star Trek TNG eine mehr als würdige Fortsetzung mit Cult-Format wurde, hatten es Voyager und auch dessen Vorgänger Deep Space Nine etwas schwieriger, obwohl das Konzept Von Voyager durchaus überzeugt.

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Anders als in den anderen Serien, in denen sich die Crew meistens mit den Monsters bzw. Aliens of the Day rumschlägt und jede Folge sich abwechselnd mit einem der Hauptcrew-Mitglieder, dem ‘inneren Stab’, beschäftigt, folgt Voyager zwar diesem Beispiel, doch knüpft mehr an heutige Serien an, in dem der Fortsetzungcharakter hervorgehoben wird. So hatten weder Enterprise noch TNG einen festen Plot und die Episoden hingen nur lose miteinander zusammen. Wichtige Elemente, die in der Story geschehen sind, wurden zwar öfter angemerkt, doch meist war es eine Aneinanderreihung loser Erzählelemente. Was die Serien nicht schlecht macht, doch für das Publikum von heute eventuell langatmig wirkt. Voyager hingegen greift die Fortsetzungsgeschichte wesentlich effektiver auf. So ist der übergeordnete Plot die Heimat zu erreichen, nebenbei werden aber die Beziehungen der Figuren über Folgen hinweg aufgebaut, Missionen geschmiedet, Nebenplots tauchen auf und Figuren bleiben in ihrem Muster. So ist ein Lieutenant anfang der Serie schwanger, bleibt dies auch, wird im Hintergrund immer ‘runder’, bis zu Geburt. Ebenfalls der Nebenplot mit den Marquis und der kardasianischen Verräterin bleibt aufrecht. Punkte, die definitv für die Serie sprechen. Auch die wiederkehrenden Querbezüge zu den anderen Serien, welche zeigen, dass wir uns in einem ‘Fan-Universum’ befinden, sind immer wieder schön zu sehen.

Was die Serie mit allen Vorgängern gemein hat, sind unterschwelligen Botschaften oder gesellschaftskritische Themen, die immer wieder angesprochen werden. So gibt es Verweise auf den Angriff auf Hiroshima, die Bekämpfung schwerer Krankheiten wie Krebs oder Aids, der friedliche Austausch mit fremden Kulturen oder auch alltägliche Themen wie die Frage, ab wann man geeignet ist, ein Kind zu gebären und welche Konsequenzen dies mit sich trägt – alles übertragen auf die futuristische Welt von Star Trek und deren außerirdischen Bewohnern. Dennoch sehr überzeugend dargetsellt, durch die sympatische Crew, die viel Identifikationspotential bietet.

Noch bin ich mit der Serie nicht durch und obwohl ich sie bereits gesehen habe, ist vieles nicht mehr in meinem Kopf präsent. Dennoch bin ich sehr gespannt auf die weiteren Ereignisse. Heute ist natürlich amüsant zu sehen, wie sich die Technik bis zum Jahre 2430 (ungefähr) verändert hat und man sich oft fragt, wieso Dinge, die wir heute haben, in der ‘Zukunft’ noch nicht existieren. Aber das macht den Charme der Serie aus. Zumal viele der heutigen Technologie auf Geräten basieren, die für die Serien erfunden wurden.  Ich kann Star Trek Voyager jedenfalls empfehlen und sobald ich die Serie durchhabe, werde ich wohl auf Deep Sapce Nine hinsparen ;)

 

Der Jurassic Park – Fauxpas

Sie brüllen, sie jagen, sie fressen, sie bringen die Erde zum Beben – und seit Neustem bekommt man sie als Designerbabies aus dem Reagenzglas.

Spätesetns seit Jurassic World sind Dinosaurier wieder im Gespräch und beliebter denn je. Die Fortsetzung der Erfolgs-Trilogie Jurassic Park (sofern man die letzten beiden Teile mit einem Augenzwinkern tolerieren möchte) überzeugte allein durch den finanziellen Erfolg und kam auch beim Publikum gut an. Natürlich hat der neue Film seine Schwächen und jene Kritikpunkte, die immer wieder laut werden, erscheinen berechtigt, dennoch war es ein großer Spaß, den Dinos wieder einmal beim Wüten zuzuschauen. Jurassic World hat als Aufhänger einer neuen Trilogie viel Potential und man fragt sich, wie unsere Welt zurück ins Jurazeitalter katapultiert wird.

Dennoch stellt sich mir eine Frage.

Angefixt durch den neuen Film habe ich eines verregneten Abends beschlossen, mir den alten Film noch einmal anzusehen – denn man sollte wissen, Jurassic Park schaut man ausschließlich bei schlechtem Wetter. Nur Platzregen und Gewitter sind das perfekte Jurassic-Park- Wetter!  Also setzte sich mich mit Popcorn aufs Sofa und genoss den ersten Teil der Reihe, der trotz seines Alter noch immer ziemlich gut ist. Doch dann geschah es … wie jedes Mal, wenn ich den Film schaue; Der Sturm trifft auf die Insel, die Protagonisten sind noch unterwegs, der Tourwagen bleibt stehen – unmittelbar vor dem T-Rex Gehege. Schließlicht bebt die Erde, das Wasser tanzt in seinem Gals … und im nächsten Moment fliegt das blutige Ziegenbein auf das Dach des Autos. Auftritt: Tyrannosaurus Rex! Endlich! Der eigentlich Held der Reihe erscheint, um alle in Angst und Schrecken zu versetzen und eine Reihe von Autounfall-Szenen zu prägen, die seitdem in jedem Dinofilm auftauchen.

Doch jedes Mal wenn ich diese Szene sehe, so großartig sie auch sein mag, stellt sich mir die Frage: bin ich die Einzige, die bemerkt, dass an der Stelle ein fetter Logikfehler gemacht wurde?

Schauen wir uns die Szene doch einmal genauer an.

Auto A und B stehen gut 10 Meter von einander entfernt. Links von der Fahrstrecke ist flaches Land. Das wissen wir, weil der ‘blutsaugende Anwalt’ wie ein Irrer aufs Klo gerannt ist, später aus der Richtung andere Autos kommen und der T-Rex in die Richtung davon stampft.Auf der rechten Seite liegt das Gehege. Dort wurde als Lockvogel eine Ziege platziert –  auf Augenhöhe mit den Autos. Der Bereich ist also ebenerdig! Und dann beginnt der seltsame Fauxpas. T-Rex latscht durch das Gitter, dreht um, greift das Auto an, wirft es einmal auf den Kopf, dann dreht er es ein paar Mal im Kreis, ehe er es … einen Abgrund hinunter wirft! In das T-Rex-Gehege!

Wo zum Teufel kommt dieser Abgrund her? Das macht keinen Sinn, wenn man bedenkt, dass wenige Minuten davor noch auf selber Höhe die Ziege auf dem Boden stand… Was bedeuten würde, das Gehege würde ganz plötzlich durch einen Graben getrennt. Ein Graben, der hoch genug ist, damit ein großer Baum Platz hat, dort zu wachsen.

Jedes Mal, wenn ich den Film sehe, muss ich daran denken und finde es höchst seltsam … Aber nun ja, Filmfehler passieren. Oder aber der T-Rex hat das Auto quer über die ‘Straße’ gerollt, zu einem anderen Abgrund? Fragen über Fragen …. Und die Antwort? Nun, vielleicht, wenn ich recherchieren würde, würde ich noch andere finden, die darauf aufmerksam machen. Oder sogar eine Erklärung von Steven Spielberg persönlich? Oder aber ist das alles gar kein Fehler?

 

 

 

 

 

 

 

 

Film/Serien/Game – Reviews

In letzter Zeit habe ich mir einige Filme geleistet und habe mir Accounts bei diversen Streaming-Seiten eingerichtet, mit denen ich soweit auch sehr zufrieden bin.

Allerdings fiel mir darauf wieder ein, dass ich schon seit längerer Zeit vorhatte, diese Seite für ausfürlichere Reviews zu Filmen und Serien zu verfassen.

Mein letzter Beitrag zu Sailor Moon Crystal liegt schon etwas länger zurück, doch ich gedenke, diesen Umstand zu ändern und wieder mehr Reviews zu schreiben. Zumal ich sehr viele Filme und Serien konsumieren, schlicht und einfach, weil ich ein kleiner Junky bin ;)

Und da ich auch gerne Zocke, wird zwischendurch sicher auch mal ein Game- Review dabei sein. aktuell arbeite ich an einem Artikel zu The Evil Within. Also sage ich mal, mal abwarten, was in der Hinsicht noch alles kommt.

Hier gibt es eine Liste der Filme und Serien, die ich in letzter Zeit geschaut habe. Was davon ich genauer unter die Lupe nehme, wird sich dann zeigen:

Filme

  • The Babadook
  • Jurassic World
  • Into the Woods
  • Antman
  • Pitch Perfect 2
  • Unkown user
  • It follows
  • Divergent

Games:

  • The EviL within
  • The Wolf Among Us

Serien

  • The Returned
  • Real Humans
  • Outlander
  • Once Upon a Time
  • Amercian Horror Story
  • Invader Zim
  • Fear the Walking Dead
  • The 100
  • Grimm

 

‘Sei gefälligst dankbar ….!’ Zur Feedback – Problematik

‘Sei gefälligst dankbar ….!’

Zur Feedback – Problematik

 

Heute werde ich es mir anmaßen, ein Tabu-Thema anzusprechen, das immer wieder Diskussionen auslöst – sofern man natürlich in der passenden Szene unterwegs ist. Die Szene, über die ich berichten möchte, ist die FanFiktion-Szene.

Die Floskeln, was FanFiktion ist, was es genau beinhaltet, wo seine Ursprünge liegen usw. werde ich mir ersparen. Die Meisten dürften mit der Materie vertraut sein – man schreibt Geschichten zu bereits existierenden Fandoms. Natürlich werden auch Originale auf FF-Portalen hochgeladen, aber darum geht es nicht.
Worüber ich schreiben möchte, ist etwas anderes: es geht um das Feedback, um Kommentare und um Reviews.
Es gibt auf den verschiedenen FanFiktion-Seiten viele Möglichkeiten, Kritik zu äußern. Durch Empfehlungen, Sternchen, Kudos, Likes und natürlich die klassische Variante: durch Kommentare. Ihr Zweck ist es, dem Autor einer Geschichte deutlich zu machen, was man von der Geschichte oder auch einem einzelnen Kapitel hält.
Doch bei all den oben genannten Kritikmöglichkeiten scheinen viele Leute zu vergessen, dass Reviews den Autoren die einzige Möglichkeit bieten, eine aktive Rückmeldung zu bekommen, sich auszutauschen oder auch Kontakte zu knüpfen. Ein ausgelutsches Argument? Vielleicht, doch gleichzeitig bittere Wahrheit.

Wo liegt also mein Problem? Warum widme ich meine Zeit einem Blogeintrag über Feedback zu FanFiktion? Zum einen liegt es daran, dass ich selbst leidenschaftliche Vollblut-Autorin bin und auf FF-Portalen hochlade, zum anderen scheint die Thematik nicht unbekannt zu sein. Ich habe von vielen Seiten bereits ähnliche Aussagen gehört, aber keiner scheint es auch nur zu wagen, es offen anzusprechen: Die Leser auf FF-Portalen konsumieren nur noch und schreiben keine Reviews mehr. Nun, pauschalisieren kann man das selbstverständlich nicht. Mit Glück kann man sich eine Stammleserschaft aufbauen, doch hat man kein Glück, steht man im Regen …
Darum werde ich die missliche Lage, in der sich so mancher nicht kommerziell veröffentlichende  Autor befindet, etwas genauer beleuchten und vielleicht ändert der ein oder andere ja auch seine Einstellung zu Kommentaren und Reviews. Dabei werde ich auch meine persönlichen Erfahrungen mit einbringen, also seid gewarnt, aber womöglich wird so klarer, welche Bedeutung Reviews wirklich haben.

 

Du schreibst für dich, nicht für die Leser!

Nun, kurz gesagt, nein. So einfach ist es dann doch nicht.
Um das zu erklären, reichen eigentlich wenige Worte: Es kommt auf den Autor an – und es gibt viele Arten von Autoren.
Zum einen wären da die, die einfach aus Lust und Laune hochladen und irgendetwas produzieren. Ohne große Reflektion, einfach zum Spaß an der Freude. Dann gibt es jene, die ihr Ding durchziehen, unabhängig von dem was passiert. Sie sind gut, aber nicht so sehr bei der Sache, als dass sie sich zu sehr drum kümmern würden. Dann gibt es aber noch jene, die mit Leib und Seele bei der Sache sind und FF-Portale für mehr nutzen, als ihr Hobby – als Übung und um sich weiterzuentwickeln.
In der Hinsicht gehen die Meinungen auseinander. Es gibt Leute, die finden FFs seien ein kindischer Zeitvertreib und keine gute Basis, damit ein Autor einsteigen kann. Ich sehe das etwas anders, zu mal gerade in letzter Zeit viele (deutsche) FF-Autoren ihre Werke veröffentlichen konnten. Auch die umstrittene Reihe Shades of Grey hat es zu einem Bestseller gebracht. Zwar sehe ich dies mehr als Negativbeispiel an, da die Reihe schlicht und simpel schlecht ist, aber den Erfolg kann man trotzdem nicht verneinen. Und wie alle wissen, hat Shades of Grey seinen Ursprung im Twilight-FF-Fandom.

Bereits vor einiger Zeit habe ich die Vorteile entdeckt, die FFs mit sich bringen. Originale habe ich auch schon geschrieben – normale Geschichten, die meinem wirren Kopf entsprungen sind – aber wirkliche Aufmerksamkeit erhält man auf FF-Portalen, indem man zu Fandoms schreibt. Fans gibt es überall und darauf kommt es an. Will man sich also weiter entwickeln und erste Versuche starten, eignen sich diese Seiten sehr wohl. Bis zu einem gewissen Punkt zumindest – Denn Autoren, die ihr Herzblut in eine Geschichte stecken, sei sie noch so klein und unbedeutend, haben schlechte Karten – entweder kommen gar keinen Kommentare oder die Leute hören plötzlich auf zu schreiben. Die Gründe sind vielfältig, als Neuling hat man es erst mal überall schwer und wenn man dann in einem unbekannten Fandom ist, kann es unter Umständen noch schwieriger werden.
Aber jetzt heißt es Achtung! Regel Nummer 1: sprich es ja nicht an.

Wenn man darauf aufmerksam macht, tritt eine Lavine in Kraft, die unaufhörlich weiter rollt.

Meiner Meinung nach sind FF-Portale für den Austausch da. Man läd hoch, bietet etwas an und bekommt etwas dafür – In Form von Reviews. So sollte es ablaufen, aber leider ist dies längst nicht mehr die Norm. Macht man auf ausbleibende Reviews aufmerksam, fängt das Geschrei erst richtig an. Es gilt: Autoren haben nicht das Recht, Reviews zu verlangen. Man soll die Leser zu nichts zwingen.
Tut man es doch, kann man einen Shitstorm auslösen, der sich gewaschen hat: Man schreibt für sich, nicht für andere. Man hat ja noch die Favoriten. Kommentare sagen nichts über Qualität aus. Man soll froh sein, dass überhaupt wer schreibt. Man hat doch schon Kommentare, dann soll man sich nicht beschweren. Und da man schon welche hat, wieso sollten die anderen dann noch schreiben? Leute, die nach Kommentaren fragen, bekommen grundsätzlich keine von mir!
Die Liste ist lang und geht noch weiter … aber was sagt uns das? Nun, böse Zungen könnten sagen, die Leser sind nicht nur Faul, sondern auch noch dreist. Die Autorenschaft hat sich einen Begriff für solche Leser ausgedacht – Schwarzleser. Eine sarkastische Bezeichnung (angelehnt an nicht zahlende Straßenbahnfahrer) die den Nagel auf den Kopf trifft, aber vollkommen verpönt ist. Wieso? Weil niemand die Leser zwingen kann, etwas zu lesen und zu kommentieren. Den Autor (der kostenlos etwas zu Verfügung stellt !) muss man ja nicht bezahlen, folglich kann es keine Schwarzleser geben.

Viele Seiten, auf denen die Funktion angeboten wird, FanFiktion zu veröffentlichen, weisen zudem ausdrücklich darauf hin, sogenanntes Kommentar-Gebettel zu unterlassen. Das hat den Ursprung darin, dass viele Autoren unter ihre Kapitel Ultimaten gesetzt haben, erst bei X Reviews weiter zu schreiben. (Was wiederum darauf zurückzuführen ist, dass keine Kommentare kommen, aber da dreht man sich im Kreis …)
Im Grunde ist es sehr erschreckend, dass die Seitenbetreiber den Autoren aktiv Steine in den Weg legen. Kommentar-Gebettel als solches ist natürlich nervend – aber denkt man genau drüber nach, ist es so unbegründet? Ja, den armen Leser nervt es, wenn unter jedem Kapitel darauf hingewiesen wird, Kommentare da zulassen. Aber wird darüber nachgedacht, wieso sich diese Anmerkungen häufen? Nicht wirklich.
Es werden sogar explizit Texte veröffentlicht, die den Autoren sagen, man hat von Anfang an keine Reviews zu erwarten und das diese nicht wichtig seien. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, das man auf die Favoritenzahlen achten soll, die sagen auch viel aus und das man im Grunde ja für sich selbst schreibt. Nun, dies ist irgendwo richtig …. Nur wird da ein sehr wichtiger Punkt außer Acht gelassen.
Ich schreibe für mich, aber für wen lade ich hoch?
Man schreibt grundsätzlich für sich selbst. ABER als Autor hat man auch grundsätzlich ein Publikum, für das man schreibt, das gehört zum Job dazu. Man schreibt immer für den implizierten Leser, das ist ein Fakt.

Niemand denkt darüber nach, dass Autoren ihre Geschichten extra hochladen. Sich extra auf Seiten anmelden, die Geschichten kostenlos zur Verfügung stellen und im besten Fall auch noch optisch der Seitenformatierung anpassen, damit es für den Leser optimal ist. Der Akt des Hochladens, des Teilens FÜR die Leser wird niemals angesprochen. Ich schreibe für mich, aber für dich, werter Leser, lade ich hoch. Weil mich deine Meinung interessiert.
Aber würde so etwas öffentlich gesagt, wäre das was? Korrekt, ein weiteres Ultimatum, in dem man droht, abzubrechen, weil man keine Kommentare bekommt.
Doch ohne Kommentare bleibt irgendwann die Motivation aus.
Motivation ist das A und O und ja, auch sehr schmeichelnd. Natürlich. Aber ist es so verwerflich, wenn ein Autor keine Lust mehr hat, etwas hochzuladen, wenn sowieso kein Feedback kommt? Fehlendes Feedback ist ein Killer. Denn Favoriten – schön und gut – schweigen. 100 Favoriten Einträge, einer schreibt: Geile Story, mach weiter!!!111elf11!!

 

20 Kapitel, aber nicht mehr!!

Ich ziehe mal eine Bilanz.
An einer Geschichte kann ich durchaus 6 Monate bis ein Jahr sitzen. Als angehender Autor, für den die FF-Portale etwas mehr sind, als Möglichkeiten ihr Hobby auszuleben, setzt man extrem viel Blut und Schweiß in die Angelegenheit. Ich denke in meiner Freizeit nur an meine Geschichten und will mich immer verbessern, es gut machen. Nicht nur für mich, auch um meinen Lesern etwas Gutes zu bieten – Was einem aber völlig aberkannt wird. Man soll produzieren.
Ich bin ein regelmäßiger Up-loader. Ich lade seit ca. 6 Jahren für gewöhnlich wöchentlich hoch und habe einige Dinge beobachten können:
Bricht man aus dem eigenen Trott aus, verschwinden die Leser. Schreibt man zu viel, verschwinden die Leser, schreibt man zu wenig, verschwinden die Leser. Ist die Geschichte länger als 20 Kapitel, verliert man die Leser. Schreibt man keinen Sex, verliert man die Leser, schreibt man zu viel Sex, wird man gesperrt. Weist man auf fehlende Kommentare hin, ist man Kommi-geil, mag man keine kurzen Kommentare, ist man arrogant. Bleiben im Sommer Kommentare aus, nutzen die Leser das gute Wetter. Bleiben im Winter die Kommentare aus, liegt das am Winter-tief …

Ich brauche viel Zeit, um eine Geschichte zu schreiben, ich nutze meine Freizeit voll aus, damit ich auch regelmäßig hochladen kann. Ich muss absolut gar nichts davon tun. Zumindest was den letzten Teil angeht. Ich werde nie aufhören zu schreiben. Ich kann Pausen machen, aber ich schreibe, seit ich sechs bin und werde nicht damit aufhören. Aber ich kann damit aufhören, hochzuladen, so wie ich angefangen habe, hochzuladen. Aber merkt man das an, dann erheben sich die Zeigefinger. Es gilt als lächerlich, FFs abzubrechen, wenn die Leser ausbleiben. Und wie wird der ein oder andere diesen Blogeintrag bewerten? ‘Mimimimimimi’! Jemand, der schon so viele Kommentare hat beschwert sich!
Mag sein, dass ich viele Kommentare habe. Auf viele Kapitel … Ich bewerte nicht das Gesamtstück, denn bis dahin ist es ein langer Weg, den man mit den Lesern geht (zu sagen, ich lese erst alles und kommentiere dann, ist bei einer Geschichte die 6 Monate lang geht …sinnfrei) Ich bewerte das Aktuelle. Das nächste Kapitel. Von dem ich weiß, 78 Leute werden einen Alert bekommen. Von dem ich weiß, drei oder vier werden es vielleicht schaffen zu schreiben. Während die anderen still schweigend genießen und nicht daran denken, was für eine herbe Enttäuschung das für einen Autor ist, dem die Sache ernst und wichtig ist.
Aber wir dürfen ja nicht vergessen: Mimimimimimimimi! Du kannst mich zu nichts zwingen!
Gut, wie wär’s damit: Dann hör auf zu lesen. Für nichts, gibt’s auch nichts.
Aber leider funktioniert das nicht, denn die Blacklist verhindert nicht das Lesen einer Geschichte, nur das Schreiben von Nachrichten. Man hört die Ironie … Wenn ich nicht will, dass ArschigerUserXY1988 meine Story liest, deaktiviere ich seine Nachrichtenfunktion. Dass ich immer noch weiß, dass er mitliest, ist in dem Fall unwichtig. Aus den Augen aus dem Sinn? Nun, nein ….

 

Ich weiß nicht, was ich sagen soll ….

Meine Damen und Herren, ich werde nun ein Geheimnis offenbaren: Die meisten Autoren laden auf FF-Portalen hoch, weil sie wollen, dass ihre Geschichten von anderen gelesen und kommentiert werden. Das ist ein Fakt.
Ich bin eitel genug, zuzugeben, dass mir Kommentare wichtig sind. Man sitzt viele Stunden an einer emotionalen Szene, am Höhepunkt der Story, am Turning Point! Der Schreibprozess ist emotional aufgeladen … die Leser schweigen.
Und JA ich rege mich über ausbleibende Reviews auf, aber gleichzeitig lese ich lieber 4 Reviews, die mir sagen, wie sie den Höhepunkt fanden, anstelle von 30 Reviews mit dem Inhalt: Wow, krasse Scheiße, weiter!
Aber wenn man an der Stelle bedenkt, dass ich zB 89 feste Leser habe, die jedes Mal eine Nachricht bekommen, wenn ich etwas Neues veröffentliche und bedenke, dass ich auf meiner aktuellen Story 78 Favoriten habe und wenn ich dann bedenke, dass mir ca. 3 Leute pro Kapitel Feedback geben, ist das einfach demotivieren. Tatsächlich kann ich nicht nachvollziehen, wie man das nicht nachvollziehen kann.
Nun gut, ich merke erneut an, ich schreibe hier aus der Sicht eines Autors, der alles in seine Geschichten setzt und dem sie mehr als wichtig sind.

Was hingegen ein trauriges Phänomen zu sein scheint, ist die Tatsache, dass die Leser langsam aber sicher die Fähigkeit verlieren, sich auszudrücken.
‘Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll, darum schreibe ich erst gar nichts.’
Wer kennt diesen Satz nicht?
Liebe Leser, dies ist gelinde gesagt, mehr als ausgelutscht. Allerdings kommt es zunehmend vor. Viele Leser greifen darauf zurück, kurze Kommentare zu hinterlassen um zu sagen, dass einem die gesamte Story gefällt und man auf ein baldiges neues Kapitel hofft. Es ist ganz klar, dass solche Aussagen einen freuen, das streitet niemand ab. Leider sagen dem Autor solche Kommentare nichts zum aktuellen Kapitelverlauf. Bleibt die Frage, ob es wirklich so schwer ist, das, was man während eines Kapitel beim Lesen fühlt, in Worte zu fassen. Welche Szene, welche Stelle hat mir am besten gefallen? Warum ist das so? Was fand ich nicht gut? Welche Figur mag ich? Welche nicht?
In der Schule lernt man die Grundregeln des Feedback … scheinbar nicht mehr. Die einfachsten Aussagen können schon hilfreich sein und niemand erwartet akademisch formulierte Romane aus dem Sachbuch. Wieso also nimmt man sich nicht die Zeit für ein Review?
Um am Ende einer Woche ein Kapitel fertig zu haben und besten Falls auch vorzeigen zu können, schreibe ich täglich um die drei bis vier Stunden. Abends, in meiner Freizeit, nach der Universität, nach anderen Arbeiten und neben dem Privatleben. Das ist viel Zeit. Verteilt auf 7 Tage (einige Autoren brauchen Monate für ein Kapitel-Upload) … Setzt man dies im Vergleich auf die ca. halbe Stunde bis Stunde, die man sich an ein Kapitel zum Lesen setzt, ist das wenig. Ein Review zu schreiben dauert ca. 5 bis 10 Minuten. Aber bedenke: es ist die kostbare Zeit des armen Lesers.
Es gibt überall Anleitung, wie man Feedback zu FanFiktions schreibt. Die kann und sollte man nutzen.

Ich persönlich habe früher auch jedem Kommentar geantwortet, weil ich meinen Lesern zusätzlich eine Freude machen wollte. Denn was man auch oft zu hören bekommt ist:
Ich schreibe keine Kommentare, weil ich darauf ja eh keine Antwort bekomme.
Folglich setzten einige Leser dies tatsächlich voraus. Man bringt den Autor, der durch seine Geschichte bereits etwas gegeben hat, in die Verlegenheit, noch mal was geben zu müssen. Kommt nichts, bleibt die Review-Box wieder leer.
Also heißt es jetzt Geben, Nehmen, Geben, Geben ….?
Abgesehen davon, dass ich persönlich privat wenig Zeit habe und durch die geringe Reviewzahl die Motivation fehlte, habe ich in letzter Zeit nichts mehr beantwortet.
Für meine Stammleser tut mir das wirklich leid … Aber die Konsequenzen müssen irgendwo beginnen. Denn vergessen wir eins nicht: ohne Autoren, gäbe es keine FF-Portale. Und darauf können wir stolz sein.

 

Heute einen Duden gefrühstückt?

Wenn ich mich so durch die Seiten eines bekannten deutschen FF-Portals klicke, stellt sich mir eine simple Frage. Was ist mit der Rechtschreibung und der Grammatik passiert? Jeder macht mal Fehler, Buchstaben fehlen, sind verdreht, Satzkonstrukte sind falsch, weil der Satz vorher vielleicht anders war … Aber so manche Geschichte ist ein derartiges Puzzel, dass man sich erst einmal durch den Text wühlen muss, um zu verstehen, worum es geht.
Rechtschreibung und Grammatik fehlen völlig, aber was die Sache so skurril macht, ist – solche FFs sind sehr beliebt. Kurze, knackige Kapitel, null Punktuation, Grammatik hat sich verabschiedet, Rechtschreibung sitzt unterm Tisch und heult, während Naruto Sasuke entjungfert und sie es so richtig hart treiben – Ende Kapitel Eins. PWP? Immer gerne!

Vielleicht liegt es an mir, aber ich habe schon einige sinnfreie Geschichten gelesen, die mehr als unter der Gürtellinie waren und in Kommentaren ertrunken sind. Eine 0-8-15 Geschichte (und ja, als Literaturwissenschaftlerin KANN ich mir ein Urteil erlauben) mit ca. 2000 Wörter-Kapitel und über 500 Kommentaren? Gut geschriebene Geschichten, die nahe am Roman-Niveau liegen, gehen unter.
Ich bin mir nicht sicher, wie ich dieses Phänomen beschreiben soll, doch es fällt zunehmend auf, dass eher anspruchslosere Geschichten weitaus beliebter zu sein scheinen, als gut durchdachte Stories. Auf meine erste FanFiktion habe ich pro Kapitel 12 Kommentare bekommen! 12, bei ca. 118 Favoriten. Und diese Geschichte hatte keine Reinschrift, keine Beta, keine Formatierung und war nicht sonderlich durchdacht. Meine aktuellen Werke haben ein ganz anderes Niveau … behaupten meine 3-4 Stammleser.
Woran liegt das? Schreckt Niveau die Leser ab? Denken sie, sie müssen selbst ein Monster-Review schreiben? Niemand erwartet eine akademische Literaturkritik, das dürfte bekannt sein.
Ich bin jedenfalls mehr als verwirrt und finde es sehr traurig. Vielleicht, und nun wird es etwas sarkastisch, geben sich die Autoren solcher Geschichten einfach gerne mit Ein-Wort-Kommentaren zufrieden. Nicht, dass man sich nicht auch daran erfreuen könnte, aber seien wir ehrlich Oh, voll geil, schreib schnell weiter! Ist zwar nett, sagt mir als Autor aber … nichts.
Doch Vorsicht, man will ja nicht undankbar und arrogant erscheinen. Wo ist da die Gerechtigkeit? Genau, sie ist nicht existent.

 

Zu guter Letzt ….

  • Ich schreibe so gut wie nie Kommentare, weil ich keine Lust darauf habe
  • Ich gebe niemandem ein Kommentar, der direkt oder indirekt danach fragt
  • Ich bin so schreibfaul …
  • Mir fällt da eh nie was ein.
  • Kapitel unter 2000 Wörtern lese ich nicht
  • Kapitel über 2000 Wörtern lese ich nicht
  • Mehr als eine Woche warten … das lohnt sich nicht
  • Wieso Kommentare schreiben? Der/Die hat doch schon so viele!
  • Kommentare werden freiwillig gegeben und das kann jeder handhaben wie er will

Wir können also festhalten, die vermeidlichen Gründe, wieso Leser keine Kommentare schreiben, sind zahlreich, doch betrachtet man sie genauer, sind es relativ egoistische und dreiste Argumente.
Es werden immer mehr Gründe gefunden, wieso man keine Kommentare schreiben muss, aber fangen wir doch damit an, Gründe zu sammeln warum man Kommentare schreiben muss.
Die Seiten-Betreiber sollten das aktiv unterstützen, sei es nun durch ein Kommentarfeld unter jedem Kapitel oder durch eine große kursive fette Schrift.
Gebt den Autoren etwas zurück, dann würden auch weniger Autoren aufhören, zu veröffentlichen. Ich kenne sehr viele gute Geschichten, die aufgrund von ausbleibendem Feedback abgebrochen wurden. Das ist nicht lächerlich, sondern die direkte Konsequenz von Demotivation. Man schreit in den leeren Wald und es kommt nicht mal ein Echo zurück.
Es ist schon traurig, dass manche Leser nur schreiben, wenn man in regelmäßigen Abständen subtil darauf hinweist. Dann kriechen die Eintagsfliegen aus ihren Ecken und betteln, man darf nicht aufhören und soll weiter schreiben und in Zukunft würden sie auch immer ein Review dalassen, halten aber doch nicht was sie versprechen.
Es lässt einen die Augen verdrehen, wenn sich erst dann alle zu Wort melden.
Es juckt einem unter den Fingern, auf die oben genannten Aussagen zu antworten, die einem immer wieder entgegen geworfen werden. Ich bin faul, dachte aber, ich schreib auch mal…. Oh wie schön? Willst du jetzt einen Keks? Danke, dass du deinen Hintern hochbekommen hast? Nein, was erwartet wird ist ausschweifender Dank. Danke, dass du so gnädig warst, mir unwichtigem Autor, der dir Stoff zu deinem Lieblingsfandom liefert, ein Review zu hinterlassen. Ich bin deiner unwürdig und bin bereit vor dir zu buckeln, damit das nächste Review kommt.
Muss das wirklich sein? Nein, denn genaugenommen ist es andersherum.
Die Einstellung, die auf den FF-Portalen herrscht, sollte grundlegend geändert werden und vielleicht sollte die oder andere Seite die Leser endlich aufklären:
Fanfiktion-Seiten bieten große Archive, in denen Autoren ihre Geschichten veröffentlichen können. Die Aufgabe des Lesers ist hierbei lesen und Feedback geben.

Bleibt die Frage, was passiert, wenn man auf die erste Seite seiner Story in den Disclaimer schreibt:
Bitte lest nur, wenn ihr auch kommentiert. Ohne nichts, gibt’s auch nichts und Feedback ist mir wichtig.
Ich würde wetten, dass die Kommentare ausbleiben oder Kommentare bezüglich dieses Satzes kommen, nicht zu der eigentlichen Geschichte. Aber lohnt es sich, so einen Versuch zu wagen und das eigene ‘Image zu schädigen’, weil man etwas im Austausch für das, was man gegeben hat, verlangt?
Beziehe ich mich auf meine persönliche Statistik, hat meine aktuelle Story 78 Favoriten. 3 bis 4 schaffen es, die Tastatur zu benutzen. 3 bis 4 sind dazu in der Lage, sich auszudrücken. Die anderen 74 sind schweigende Zahlen, die mich anglotzen. Steht das im Verhältnis zueinander? Nein.

Stellt euch vor, ihr ladet Freunde zum Essen ein und fragt anschließend, wie es ihnen geschmeckt hat, weil ihr ewig lange in der Küche gestanden habt, um ein perfektes drei Gänge Menü zu zaubern – und sie würden schweigen, euch anglotzen und einfach wieder gehen.
Was würdet ihr dazu sagen?

Als passionierter Autor kann man nicht mal gerade sagen, dann lade ich die eben nie wieder zum Essen ein und koche nicht mehr für sie. Wenn man ein richtiger Autor ist, kann man das Schreiben nicht einfach einstellen. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit.

 

 

**PS: Dieser Artikel bezieht sich auf niemanden persönlich, sondern fasst ausschließlich eigene Beobachtungen auf. Ebenso ist dies meine persönliche Meinung.

 

Sailor Moon Crystal – eine einzige Enttäuschung?

Sailor Moon Crystal – eine einzige Enttäuschung?

Wie viele Anime- Fans gehöre auch ich zu denjenigen, die mit Sailor Moon aufgewachsen sind. Ohne überhaupt zu wissen, was Animes sind, habe ich damals immer nachmittags auf RTL 2 Dragon Ball, Mila Superstar, Katzenauge und all die ‚guten alten Animes‘ geschaut, die heute als Klassiker bekannt sind. Viele davon wurden auch auf dem Kinderkanal (heute Ki.Ka.) ausgestrahlt, wie Kleine Prinzessin Sarah, Goergie oder Eine fröhliche Familie . Zu meinen Favoriten gehörte allerdings Sailor Moon. Kurzum, ich habe die Serie geliebt und jede Folge verschlungen, hatte Hörspielkassetten, CD’s , Videos, Comics, Magazine und und und…

Als ich einige Jahre später dann erfuhr, was Animes wirklich sind und dass es auch Mangas gibt, habe ich die alte Auflage der Sailor Moon – Mangas gekauft und war überrascht, wie sehr sich Anime und Manga unterscheiden.

Seit dem sind viele Jahre vergangen und zwischendurch habe ich mir die Serie immer mal wieder angeschaut und fand es erstaunlich anstrengend. Das große Manko der alten Serie sind ganz eindeutig die Filler und der ewig gleiche Aufbau der einzelnen Folgen. Trotzdem war ich aus dem Häuschen, als ich erfuhr, dass es zum zwanzigjährigen Jubiläum eine neue Serie geben würde. Natürlich war ich anfangs auch skeptisch, da ich der Meinung bin, dass man etwas Gutes so lassen sollte, wie es ist. Aufgeregt und neugierig war ich trotzdem und habe, wie viele andere, dem Serienbeginn entgegengefiebert.

Juli 2014 war es dann so weit. Sailor Moon Crystal wurde ausgestrahlt! Und nun, nach über 21 Folgen, habe ich mich entschlossen, einen kleinen Blog über die Serie zu verfassen …. tatsächlich um mir endlich Luft zu machen … Also kommt hier eine ausführliche, wenn auch sehr persönliche, Kritik über die Neuaufage von Sailor Moon, mit ein paar grundlegenden Informationen.

 

Sailor Moon Crystal

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Jeder kennt es, jeder hat es gesehen und jene, die es nicht gesehen haben, haben schon mal davon gehört. Sailor Moon – Das Mädchen mit den Zauberkräften (Orginal: bishojo senshi sera mun – Pretty Guardian Sailor Moon) war einer der ersten Animes, die im deutschen Fernsehen liefen Zwischen 1992-1996 hieß es jeden Vormittag auf ARD und später RTL 2 ‘Mondstein, flieg und Sieg’. Sailor Moon war so erfolgreich, dass es in insgeamt 23 Ländern ausgestrahlt wurde und es in fünf Staffeln auf 200 Folgen schaffte. An der Stelle mache ich mir kurz die Mühe und fasse den Inhalt zusammen:

Usagi Tsukino (oder Bunny) ist eine vierzehnjährige Schülerin, die eines Tages von der magischen Katze Luna die Mission zugeteilt bekommt, die Prinzessin des Mondreiches zu finden und diese sowie den heiligen Silberkristall, ein sehr machtvolles Objekt, zu beschützen. Dafür verwandelt sie sich in die Kriegerin Sailor Moon, um die Mächte des Dunklen Königreiches zu bekämpfen, die die Prinzessin töten und den Silberkristall in ihre Gewalt bringen wollen, um die Herrschaft der Welt an sich zu reißen. Bei dieser Aufgabe helfen ihr vier weitere Kriegerinnen und der anfangs zwielichtige Einzelkämpfer Taxedo Kami (Taxedo Mask).

2011 wurde begannt gegeben, dass zum 20. Jubiläum von Sailor Moon eine Neuauflage des Animes produziert werden würde, ebenfalls vom original Produktionsstudio Toei Animation. Nähere Informationen kamen nicht an die Öffentlichkeit und die Fangemeinde spekulierte wild, worum es in der neuen Serie gehen würde . Eine komplette Neuauflage? Eine Fortsetzung? Oder etwas ganz anderes?

Im Juli 2014 erschien schließlich die erste Folge von Pretty Guardian Sailor Moon Crystal und lüftete ihr Geheimnis. Es handelt sich tatsächlich um eine Neuauflage des alten Anime, der in kürzerer Form nahe an der Mangavorlage bleiben wird und somit eine neue Geschichte erzählt, da sich der alte Anime von der Mangavorlage in vielen wesentlichen Punkten unterscheidet.

Nachdem schließlich einige Folgen der neuen Serie erschienen sind, die alle zwei Wochen auf der Internetseite ch.nicovideo.jp/sailormoon in zwölf verschiedenen Sprachen erscheint, teilen sich die Meinung und ich habe viele sehr unterschiedliche Reaktionen auf die neue Serie gesehen. Wo viele Fans begeistert jede Folge verschlingen, werden gleichzeitig unzufriedene Stimmen laut. Doch woran liegt das? Was genau gibt es an der neuen Serie zu bemängeln und ist diese negative Kritik gerechtfertigt? Scheinbar ist es so, denn wirft man einen genaueren Blick auf die Serie und lässt nostalgische Gefühle außen vor, so kann SMC bei Weitem nicht mit den heutigen Animes und anderen Magical Girl- Serien mithalten.

Beginnen wir am Anfang:

Das Opening Moon Pride, gesungen von Momorio Clover Z, trägt mächtig auf und vermitteln den Zuschauern klar ein sehr emanzipiertes Frauenbild. Auch das im Vorfeld veröffentliche AMV zu der Serie sieht sehr schön aus. Bis man bei der finalen Szene des AMVs angelangt. Untermalt mit einem Gesangssolo marschieren die fünf Kriegerinnen ernst und zielstrebig auf den Zuschauer zu – in 3D Animation. Alle in derselben Pose, alle in der selben Gangart….

Und bereits da beginnt die genauere Kritik, denn wo die ersten Eindrücke noch schön aussehen, das Opening einen modernen kraftvollen Popsong schmettert und das AMV beeindruckend scheint, sinkt die Qualität des Animes von Punkt zu Punkt und von Folge zu Folge drastisch ab.

Betrachtet man die erste Folge, so fällt einem zunächst noch nicht viel auf. Der Aufbau der ersten Folge erinnert stark an die erste Folge des alten Animes, es gibt nur wenige Unterschiede in der Handlung, alt wie neu hält sich hier sehr an das erste Kapitel des Mangas. Allerdings wurde der Slapstick Humor in SMC vollkommen aus der Mimik und Gestik der Figuren verbannt und auch Usagi erscheint weniger ‘kreischend’, obwohl oft viele Tränen fließen.

Allgemein hat der Stil von SMC nichts mehr viel mit dem alten Anime gemein, hält sich dafür aber extrem an den Zeichenstil von Naoko Takeuchi, wo durch die Figuren sehr groß und dürr wirken und absolut nicht ihrem Alter entsprechend aussehen. Doch darüber kann man hinwegsehen, da es viele Animes mit außergewöhnlichen Stilen gibt (Zb. Xxholic, One Piece etc.). Dies scheint ein geringfügiger Kritikpunkt von SMC zu sein, wird aber immer wieder von den Fans bemängelt.

Die restliche Optik des Animes ist sehr feminin gehalten, die Farben sanft, das Design typisch ‘girly’, eigentlich ganz hübsch anzusehen. Doch auch hier gibt es ein Eigentlich ….

Beinahe zu weiblich wirken die 14 jährigen Figuren, mit ihren übertrieben langen Wimpern und den extra betonten Lippen, die in vielen Animes nur angedeutet werden und so den Eindruck vermitteln, die Mädchen wären die ganze Zeit über geschminkt. Über Geschmack und Design lässt sich bekanntlich streiten, gäbe es da nicht einen Punkt, der viel gravierender ist, als zu lange Beine oder Wimpern. Je länger man den Anime schaut, desto mehr fällt einem auf, wie viele Fehler sich in die Serie geschlichen haben….

Falsche Proportionen, unnatürliche verrenkte Gliedmaßen, assymetrische Gesichtszüge , ausdruckslose Figuren und schlampig animierte Hintergründe, machen das Schauen der Serie von Folge zu Folge schwieriger … Fehler, die in der heutigen Zeit nicht sein müsste. Bleibt die Frage, ob es einfache Schlampigkeit ist oder ab an der Stelle die Mittel fehlen.

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Auch die neuen Transformationen, das Kernstück des Animes, sind zwar aufwendig produziert, allerdings kann man auch hier nur seufzen. Im ersten Moment ist man in der Tat über die 3D Transformation beeindruckt, doch je länger man dabei zusieht, wie sich Bunny in Sailor Moon verwandelt, scheint irgendetwas nicht zu stimmen. So aufwendig die Verwandlung auch erscheint, wirkt die Transformation unsauber gerändert und die Grafik erinnert stark an die eines 90iger Jahre Play Station Games … verglichen mit anderen Verwandlungen aus dem Genre ist das keine gute Leistung und wirkt schlicht billig.

Auch der bisherige Plot der ersten Staffel, die von 46 Folgen auf 23 runtergekürzt wurde und somit alle unwichtigen Filler-Kämpfe ausschließt, kann nicht überzeugen.

Die Idee, die Story nicht unnötig in die Länge zu ziehen, ist im Prinzip gut, nimmt der Serie aber den Ernst und verhindert, dass man die einzelnen Figuren und ihre Charakterzüge kennen- und lieben lernt. Kaum eine Folge widmet sich den Mädchen und ihrer Beziehung zu einander, außer die jeweiligen Einführungsfolgen – was sehr schade ist, da sich die Charakterzüge der fünf Mädels in SMC von denen des alten Animes unterscheiden. So ist Rei eher zurückhaltend und Minako extrem ernst und einzelgängerisch.

Der Anime gibt ihnen keine Zeit sich zu entwickeln und die nötige Tiefe, die im alten Anime an den richtigen Stellen für große Emotionen, Spannung und Spaß sorgte, kommt gar nicht erst auf. Die sich anbahnende Romanze zwischen Bunny und Tusxedo Mask wirkt leider ebenfalls aufgesetzt und flach, weil auch hier keine Zeit bleibt, die Figuren genauer kennenzulernen oder zu verstehen.

Auch fehlt der ‘moralische Zeigefinger ‘ der in den alten Folgen oft erhoben wurde, um wichtige Werte zu vermitteln, den man sollte nicht vergessen, in welcher Altersklasse das Zielpublikum ist (neben den älteren Fans, wie sich versteht).

Der letzte Punkt den ich ansprechen möchte, sind die Kämpfe der Sailor Kriegerinnen. Und leider musste ich feststellen, dass die im Opening angekündigte Emanzipation der Frau komplett fehlt (mir persönlich ist das nicht so wichtig, aber wenn man ein solches Thema schon explizit anspricht, sollte darauf auch etwas kommen, wenn man versteht, worauf ich hinaus will …) Nicht in einer Folge schaffen es die Kriegerinnen alleine die Gegner zu besiegen, höchstens in die Flucht zu schlagen, wobei Usagi vollkommen untergeht und versagt.

In den Hauptkämpfen reicht ein Schlag und die Mädchen liegen regungslos auf dem Boden, agieren nicht miteinander und auch Sailor Moon fehlt der Mumm, um etwas zu tun. Wo die ‘alte’ Sailor Moon mit einer frechen Kampfansage eifrig in den Kampf schritt, auch wenn es oft aussichtslos erschien, jammert ihre neue Version nur herum und erscheint völlig nutzlos. Auch als sie in Folge acht endlich ihren Mut findet, reicht ein Schlag und sie ist besiegt …. ohne Tuxedo Mask schafft sie gar nichts….

Das alles zusammen sorgt dafür, dass SMC alles in allem nicht funktioniert, flach wirkt und nicht gegen die anderen Serien auf dem Markt ankommt. Bei jeder neuen Folge wird man das Gefühl nicht los, als haben sich Anfänger an die Serie gesetzt und wollten man sehen, was passiert.

SMC ist schlicht lieblos produziert, mit dem einzigen Ziel, die Zuschauer vor die Glotze zu locken. Sehr schade, denn betrachtet man einzelnen Szenen aus dem Anime, Opening und dem AMV, sieht man, dass es definitiv hätte besser gehen können! Bleibt also die Frage – Warum? Wieso kündigt man eine Neuauflage eines so klassischen und weltweit beliebten Anime an, wenn man sich keinerlei Mühe gibt und die Mittel fehlen? Denn auch wenn SMC eine Web-Serie ist und daher wenige finanzielle Sponsoren hat, ist das keine Ausrede für eine derartig schlampige, lieblose Arbeit.

Für mich ist es eine herbe Enttäuschung und ich kann die Fans, die vollkommen blauäugig jede Folge loben, nicht verstehen.

Weiterschauen werde ich die Serie trotzdem, aus schlichter Neugier. Ob sich die Serie bessert, bleibt zu bezweifeln. Allerdings kam die Kritik scheinbar schon bei den Verantwortlichen an, denn für die DVD und BluRay Veröffentlichungen wurden einige der Animationsfehler im Nachhinein schon ausgebessert. … Aber ob das den gehetzten Plot ausgleicht? Es bleibt abzuwarten, wie lange Toei Animation ihre Sache durchzieht.

 

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